Harte Sitten bei der SP/Grüne Fraktion

Es ist zu hoffen, dass Landrat Adriano Prandi an der nächsten Session noch dabei ist. Hat er doch mit seinem „Fehlverhalten“ wesentlich zur Überweisung eines Vorstosses der CVP beigetragen.

Erfolg des Tages
Mit unserer Unterstützung wurde ein Kuhhandel für höhere Beiträge an die Gemeindefusion Seedorf-Bauen unterbunden. Wie im Vorfeld befürchtet, wurden Anträge gestellt, um so viel wie möglich aus der Kantonskasse zu quetschen. Je ein Antrag der CVP und der SVP (Wen erstaunt es – die Fäden in den Händen hatten die beiden Vertreter Andreas Bilger, CVP, und Christian Schuler, SVP, aus Seedorf) verlangten mehr Geld, als der Regierungsrat beantragt hat. Wir waren für das offizielle Berechnungsmodell, um genau solche Spielchen in Zukunft zu unterbinden. Schlussendlich wurden die zwei Anträge mit 30:29 bachab geschickt – bravo!

Rose des Tages
Tärärä – geht an unsere Fraktion! Wir waren an dieser Session sehr aktiv und fast alle haben sich mit Voten an den Geschäften beteiligt. Wir haben unsere Meinungen kurz und prägnant kund getan und haben das Gefühl, man hört uns, trotz anderer Meinung, zu. 

Kaktus des Tages
Durch das Ausscheren von der Fraktionsmeinung hat Adriano Prandi, SP Altdorf, den Vorstoss „Für Steuerabzüge für die Pflege von Angehörigen zuhause“ von Simon Stadler, CVP Altdorf, zum Erfolg geführt. Er hat als einziger der Fraktion dafür gestimmt und schlussendlich den Entscheid von 29:28 wesentlich beeinflusst. Ab in den Gulag!

Gallier des Tages
Raphael Walker, Grüne Altdorf, hat bei den Nachtragskrediten tapfer, wie Asterix und Obelix gegen die Römer, ganz alleine dagegen gestimmt. Ob Zaubertrank im Spiel war, wissen wir nicht, aber genützt hat es, im Gegensatz zu den Galliern, nichts – alle diese Geschäfte wurden einstimmig minus 1 angenommen.

Sprinter des Tages
Finanzkommissions-Präsident Daniel Furrer, CVP Erstfeld, war der Meinung, dass sein Votum zu den Nachtragskrediten so kurz sei, dass es sich nicht lohne, ans Pültli nach vorne zu sprinten. Wir geben ihm recht und unterstützen in diesem Fall, dass er gegen die Ratsordnung verstossen hat.

Erstaunen des Tages
Wohl nicht nur wir, sondern auch die meisten anderen Landrätinnen und Landräte waren sehr überrascht, wie positiv sich Alois Arnold 65, SVP Bürglen, zum Laboratorium der Urkantone geäussert hat. Kommt noch dazu, dass er seinen Berufskollegen Daniel Furrer, CVP Erstfeld, scharf für die Einreichung seines Vorstosses gerügt hat. Da scheinen zwei wortwörtlich das Heu nicht auf der gleichen Bühne zu haben. 

Lacher des Tages
Diesen erntete Baudirektor Roger Nager, FDP Andermatt, bei der Beantwortung der Frage von Jolanda Joos-Widmer, SP Bürglen, zu einer Vernehmlassungsantwort des Regierungsrates. Nachdem sich der Regierungsrat an einer Landratsdebatte für die Einführung des E-Votings eingesetzt hatte, ist Roger Nager nach dem Schlamassel mit dem E-Voting-System der Post doch froh, dass der Landrat damals „mitgedacht“ hatte und dagegen war. Gern geschehen, Herr Nager. Falls Sie es verpasst haben sollten, Mitdenken ist unser Job.

Patzer des Tages
Da ging doch glatt das Kommissionsvotum von Andreas Bilger, CVP Seedorf zur Gemeindefusion vergessen. Gemerkt hat das unser Landratspräsident Peter Tresch, FDP Göschenen, mit Unterstützung der Ratssekretärin Kristin Arnold relativ schnell. Hatte er vielleicht Bedenken, der Kommissionspräsident könnte sich zu sehr für seine Gemeinde einsetzen? Das war aber nicht der Fall und Hugo Forte, CVP Spiringen, konnte sein Votum dann doch noch zu Ende bringen.

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