Ende März hat Investor Samih Sawiris seine flächenmässig um einen Drittel redimensionierte „Projektidee 2024“ für die Isleten präsentiert. Das Medienecho war gewaltig, im positiven wie im negativen Sinn.

Der Regierungsrat sowie die Gemeinden Seedorf und Isenthal haben die Idee inklusive Hafen gutgeheissen und an der gemeinsamen Medieninformation unterstützt. Sie haben dies getan, ohne die Rechtmässigkeit des vorliegenden Projekts zu prüfen und erwecken damit gegenüber der Urner Bevölkerung den Eindruck, das Projekt könne so realisiert werden. Wir kritisieren dieses Verhalten, weil eine rechtliche Prüfung längst möglich gewesen wäre. An der Isleten steht die Zukunft eines Ortes von einmaliger landschaftlicher und kulturhistorischer Bedeutung auf dem Spiel. Der Vierwaldstättersee gehört zu den schützenswerten Naturlandschaften und der Urnersee ist darin noch speziell ausgeschieden. Das heisst, er muss laut Gesetz ungeschmälert erhalten bleiben und braucht grösstmögliche Schonung.

Der SP Uri geht es nicht darum, generell eine touristische Entwicklung an der Isleten zu verhindern. Die SP Uri will vielmehr, dass die Uferlinie des Urnersees nicht aufgebrochen und dass das Delta des Isentalerbachs nicht zerstört wird, weil diese durch das Bundesinventar der schützenswerten Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) geschützt sind. Obwohl die geplante Überbauung durch Samih Sawiris wegen der Eingriffe in diesen Bereichen gegen den vom Bund festgelegten Natur- und Heimatschutz verstösst und nicht bewilligungsfähig ist, unterstützt die Urner Regierung das exklusive Ferienresort.

Aus diesem Grund unterstützt die SP Uri den Aufruf einer breit abgestützten Interessengruppe, welche für die Isleten einen Neustart fordert.
Für die SP Uri ist klar: Das BLN muss an der Isleten eingehalten werden! Die geplante Überbauung verstösst gegen den vom Bund festgelegten Natur- und Heimatschutz und ist nicht bewilligungsfähig. Bevor noch mehr Steuergelder in ein rechtlich aussichtsloses Projekt investiert werden, muss die Zukunft der Isleten jetzt neu gedacht und die notwendigen Abklärungen unverzüglich gemacht werden.


Kontakt für Medienauskünfte Jonas Bissig, Geschäftsleitung SP Uri Telefon: 079 684 76 45

13. Mai 2024