Am Samstag, den 17. September 2016, besuchte die SP Glarus den Kanton Uri. 20 Genossinnen und Genossen aus unserem Nachbarkanton fanden sich in Altdorf ein und trafen dort etwa gleich viele Urner SozialdemokratInnen. Eingeladen hatte die SP Uri, welche damit eine seit einem guten Jahrzehnt bestehende Tradition der gegenseitigen Besuche zwischen der SP Uri und der SP Glarus weiterführte.

Glarus ist ein für viele UrnerInnen erstaunlich unbekannter Nachbarkanton, der zwar viele Gemeinsamkeiten, aber auch viele Unterschiede aufweist. Während die Geschichte Uris stets eng mit dem Transitverkehr verbunden war, ist Glarus viel stärker von einer frühen Industrialisierung und deren Niedergang geprägt. Beiden Kantonen gemeinsam war eine ursprünglich stark bäuerlich geprägte Gesellschaft und die dazu gehörige Alpwirtschaft. Ebenfalls ähnlich sind die klimatischen Bedingungen mit wiederkehrenden Föhnphasen und bis vor kurzem auch die Gemeindestrukturen mit vielen kleinen und nur wenigen grösseren Gemeinden. Anders als in Uri hat Glarus vor einigen Jahren mit einem bemerkenswerten Landsgemeindeentscheid die Anzahl seiner Gemeinden auf gerade einmal drei reduziert. Da ja auch die SP Uri schon lange auf eine Gebiets- und Gemeindestrukturreform pocht, interessiert natürlich bei jedem Treffen die diesbezügliche Entwicklung in Glarus. Selbstverständlich gehören aber auch Sprüche zur berühmten „Güggel-Sage“ und zur Kantonszugehörigkeit des Urnerbodens zu jedem Treffen.