Erneut klares Bekenntnis zum bilateralen Weg

Altdorf, 15. Juni 2026

Medienmitteilung

Abstimmungen und Wahlen vom 14. Juni 2026

Erneut klares Bekenntnis zum bilateralen Weg

Die SP Uri nimmt den Abstimmungssonntag vom 14. Juni 2026 mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis. Auf eidgenössischer Ebene überwiegt die Erleichterung, der Blick auf die Urner Resultate gibt zu denken. Erfreulich war die hohe Stimmbeteiligung von über 60 % im Kanton Uri, die beiden Vorlagen haben stark mobilisiert.

Klares Nein zur «Nachhaltigkeits»-Initative – aber nicht in Uri
Die SP Uri ist erleichtert über die deutliche Ablehnung der SVP-Volksinitiative auf nationaler Ebene. Mit rund 55 Prozent Nein hat die Schweiz ein klares Bekenntnis zu Offenheit und den bilateralen Beziehungen mit der EU abgegeben.

Im Kanton Uri wurde die Initiative mit fast 60 Prozent Ja-Anteil angenommen, ein Entscheid, der nachdenklich stimmt. Welches Zeichen will die Urner Bevölkerung damit setzen?

Sorgen um Wohnungsknappheit, Verkehrslawinen am Gotthard oder Massentourismus an den schönsten Urner Plätzen lassen sich nicht mit einer 10-Mio-Bevölkerungsgrenze lösen. Die Sorgen der Urner Bevölkerung müssen ernstgenommen werden. Die Antwort darauf liegt aber nicht in der Sündenbock-Politik der SVP, die dafür Migrantinnen und Migranten verantwortlich macht. Die Urner Regierung ist gefordert, konkrete Lösungen zu liefern: beim Wohnungsbau mit der Förderung von günstigem Wohnraum, bei der Verkehrsplanung mit einer konsequenten Verlagerung auf die Schiene, und beim Schutz von Landschaft und gewachsenen Strukturen durch eine konsequente Raumplanung statt unkontrolliertem Tourismus- und Luxuswachstum.

Zivildienstgesetz: Eine Reform mit Folgen für Uri
Enttäuschend ist das knappe Ja zur Änderung des Zivildienstgesetzes. Für Uri haben weniger Zivildienstleistende konkrete Folgen: Landwirtschaftliche Betriebe, Alpen, die Pflege von Wanderwegen und viele weitere gemeinwohlorientierte Aufgaben werden durch Zivildienstleistende erbracht. Diese Lücken lassen sich nicht einfach schliessen.

Das heutige Resultat darf nicht der erste Schritt einer bürgerlichen Salamitaktik zur Abschaffung des Zivildiensts sein. Der Zivildienst leistet wertvolle Arbeit in der Pflege, Betreuung, Alpwirtschaft oder in der Naturpflege. Darauf können wir in Uri nicht verzichten.


Für Rückfragen zu dieser Medienmitteilung:
Jonas Bissig / Geschäftsleitung SP / jonas.bissig@sp-uri.ch 

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