Ausweichverkehr: Es braucht endlich tragfähige Lösungen
Die Belastung durch den Ausweichverkehr ist für viele Urner Gemeinden seit Jahren untragbar. Rund 60 Personen protestierten deshalb am 18. Juli in Amsteg und forderten wirksamere Massnahmen, darunter temporäre Durchfahrtsverbote an besonders verkehrsreichen Tagen. Zwar wurden bereits Anschlusssperrungen und Dosiersysteme eingeführt, doch die Bevölkerung wird zu Spitzenzeiten weiterhin stark belastet.
Die IG Kanton Uri fordert unter anderem eine frühzeitigere Verkehrslenkung, eine konsequentere Dosierung sowie die Prüfung eines Transitverbots auf den Kantonsstrassen. Die Erfahrungen zeigen jedoch auch: Wird der Verkehr nur an einzelnen Orten zurückgehalten, kann sich die Belastung in andere Gemeinden verlagern. Deshalb braucht es eine koordinierte Lösung für den ganzen Kanton, welche die Bevölkerung, den Zielverkehr und das lokale Gewerbe schützt.
Für die SP Uri ist klar: Die Lösungen sind weder rechtlich noch praktisch einfach. Diese Komplexität darf aber kein Grund sein, das Problem weiter aufzuschieben. Bund und Kanton müssen sämtliche Möglichkeiten ernsthaft prüfen und gemeinsam eine faire, wirksame und langfristige Verkehrslenkung entwickeln. Der Transitverkehr darf nicht länger auf Kosten der Urner Bevölkerung durch unsere Dörfer rollen.
Die Petition «Urner Dörfer vor Ausweichverkehr schützen» kann weiterhin unterstützt werden: Petition unterschreiben.
Offener Brief IG Kanton Uri lesen
Beitrag Urner Zeitung lesen